Meine Standpunkte

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Unsere Wirtschaft und Gesellschaft wandeln sich derzeit grundlegend. Die Digitalisierung unseres Lebens, Arbeitens und Wirtschaftens schreitet immer schneller voran, gleichzeitig stellt uns die voranschreitende Klimakrise vor große Herausforderungen. Das Erstarken von nationalistischen Gedankengut macht sorgen und stellt uns vor Gesellschaftliche Aufgabe dem entgegen zu wirken.

Die Sozialdemokratie muss verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Es bedarf einer überzeugenden sozialdemokratischen Erzählung, programmatischer Visionen und klaren Profils gegenüber politischen Mitbewerbern. Inhaltliche Auseinandersetzungen und Debatten sind notwendig und sollen zur Klärung von Identitäts- und Orientierungsfragen auf allen Ebenen beitragen.

Die SPD muss durch Veränderungen unserer politischen Kultur und Erweiterung unserer inhaltlich-strategischen Sichtweite attraktiver werden. Zu allen Themen sind wir gefordert, unsere Impulse einzubringen. Wer bereit ist, sich zu verändern, kann Veränderungen auslösen.

 

Sozialer Klimaschutz

Der von Menschen gemachte Klimawandel verursacht Wetterextreme, Dürren, Überschwemmungen und Orkane. Seit Beginn der Industrialisierung ist der Ressourcenverbrauch pro Kopf in den Industrienationen um das Zwanzigfache angestiegen und die Weltbevölkerung auf fast acht Milliarden Menschen gewachsen. Menschen greifen so massiv in ökologische, geologische und atmosphärische Prozesse ein, dass Wissenschaftler*innen vom „Anthropozän“ sprechen – dem Zeitalter, in dem der Mensch die Natur nachhaltig beeinflusst.

In den aktuellen Diskussionen um Klimaschutz spiegeln sich die Kontroversen in unserer Gesellschaft. Wir begrüßen das Engagement vieler gerade junger Menschen, die unsere Wirtschaftsordnung hinterfragen und sich um die Zukunft Sorgen machen. Es ist unser Anspruch, auch diejenigen einzubinden, die bisher skeptisch gegenüber der Umsetzung der Klimapolitik gewesen sind und diejenigen, die ehrgeizigem Klimaschutz kritisch begegnen.

 

Wirtschaftsdialog

Ich stehe für eine Wirtschaftspolitik, bei der es um Gemeinwohl und Fortschritt geht. Die Verbindung zwischen SPD, Betriebsräten und Gewerkschaften existiert nicht mehr in dem Maße wie früher.

Die Partei lebt unter anderem von starken Bündnispartner*innen und dem Dialog mit diesen. Die Verbindungen müssen wieder stärker gepflegt werden und das Engagement von SPD-Mitgliedern in befreundeten Vereinen, Organisationen, Gewerkschaften u.a. genauso gefördert werden wie das von Mitgliedern solcher Organisationen in der SPD. Die Zusammenarbeit muss wieder stetiger und gezielter genutzt werden, um gemeinsame Ziele zu erreichen, um auch in schwierigen Zeiten eine arbeitnehmer*innenfreundliche Wirtschaftspolitik zu erreichen.

 

Entschieden gegen Rechts kämpfen

Der Kampf gegen Rechts ist nicht gescheitert, aber schwerer geworden. Dennoch wird er engagiert geführt. Gemeinsam mit sozialen Bewegungen und Initiativen muss die SPD auch in Zukunft gegen Nationalismus, Rassismus, Sexismus und Chauvinismus und jede andere Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit kämpfen.

Wir müssen den Rechten die Stirn bieten und die Speerspitze der demokratischen Bewegung bilden. Intoleranz und Rassismus, aber auch Respekt und Anerkennung beginnen dabei bereits im Alltag, durch Sprache und Begriffe. Kontrovers wird auch hier diskutiert, in welchem Umfang die SPD die Diskussion mit Nazis, Rassisten und Rechtsextremen führen soll.